Ekzem – Ekzeme
Das Ekzem ist die in Deutschland am häufigsten auftretende Infektion der Haut. Statistisch betrachtet erkrankt jeder mindestens einmal in seinem Leben an einem Ekzem. Für das Ekzem gibt es ganz unterschiedliche Auslöser und auch vom Aussehen her unterscheiden sich die Ekzeme. Typisch allerdings ist bei allen Ekzemen der Verlauf.
Kommt es zu einer Irritation der Haut aus welchen Gründen auch immer, so kann dies zu einer Hautrötung führen. Dabei handelt es sich um eine Hautreaktion, die in der Regel kaum Beachtung findet. Typisch danach ist die Bildung von kleinen bis kleinsten Bläschen, die mit Flüssigkeit gefüllt sind. In diesem Stadium kommt allerdings der Juckreiz hinzu, sodass die Betroffenen spätestens jetzt einen Mediziner oder den Apotheker aufsuchen. Auch wenn man es schafft, an den juckenden Stellen nicht zu kratzen, platzen die Bläschen auf. Sie nässen und trocknen dann aus, woraufhin sich typische Wundkrusten bilden. Die Krusten verschuppen, fallen ab und das Ekzem ist verheilt. Dieser Ablauf verläuft immer in der gleichen Reihenfolge. Auch sind die Stadien relativ klar voneinander abgegrenzt.
Kommen die verschiedenen Stadien gleichzeitig vor, so spricht man von chronischen Ekzemen, die dringend behandelt werden sollten. Denn sie führen häufig zu einem starken Kratzbedürfnis und zu einer Veränderung der Haut. Das Kratzen stellt übrigens das größte Problem dar. Denn durch das Aufkratzen gelangen Bakterien oder Viren in die Ekzeme, es kommt zu einer Superinfektion.
Üblicherweise werden Ekzeme mit Salben behandelt. Diese werden mehrmals täglich auf die betroffene Haut gebracht. Auch eine Behandlung mit Antihistamin gegen den Juckreiz oder Antibiotika bei einer Superinfektion ist möglich.
Hautbläschen
Hautbläschen können verschiedene Ursache haben. Zum einen kommt es zur Blasenbildung nach schweren Verbrennungen. Der Grund ist der, dass der Körper versucht, die verbrannte Haut abzustoßen. Durch die Zufuhr von Wasser wird die verbrannte Stelle gekühlt. Aus diesem Grund bilden sich an verbrannten Stellen häufig wassergefüllte Bläschen. Diese Blasen sollten nicht geöffnet werden, denn die Haut darunter ist noch sehr wenig resistent gegen Bakterien und Keime. Das Wundwasser schützt die neue Haut.
Wesentlich häufiger als Brandblasen sind jedoch Bläschen als allergische Reaktion der Haut auf Allergene. Eine weitere Ursache ist die Infektion mit Herpesviren, was zu unangenehmen Bläschen an den Lippen führt. Auch diese Bläschen sollten nicht geöffnet werden. Das Austrocknen ist das Mittel der Wahl gegen die Bekämpfung von Herpesbläschen. Auch die Gürtelrose als Herpesvirus-Infektion geht mit der Bildung schmerzhafter Bläschen einher.
Gegen Herpesviren helfen spezielle antivirale Salben, die es frei verkäuflich in der Apotheke gibt. Diese werden in winzigen Tuben verkauft und sind recht preisintensiv, dafür aber durchaus wirksam. Bläschen- und Quaddelbildung bei Nesselsucht (Urtikaria) infolge einer allergischen Reaktion auf bestimmte Lebensmittel werden vom Arzt behandelt. Ein Besuch des Hausarztes oder bei Bedarf sogar Notarztes ist hier unumgänglich, da Nesselsucht schlimmstenfalls zur Erstickung führen kann!
Kleine Bläschen an den Finger- oder Zehenzwischenräumen jucken stark. Ursachen sind hier entweder allergischer Art oder aber Stress. Es sollte vermieden werden zu kratzen, auch wenn es schwer fällt, da sich die Bläschen-Infektion sonst rasch ausbreitet. Beherrscht man sich, verschwinden diese Bläschen oft von ganz allein wieder.